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Arbeitskreis Martinskirche | Stadtmuseum Leun

Ziele des Arbeitskreises Martinskirche

Seit 2015 unterstützt der Verein für Heimatgeschichte Leun e.V. die seit mehreren Jahren laufenden Ausgrabungsarbeiten an der Leuner Martinskirche durch das Institut für Vor- und Frühgeschichte der Uni Marburg, sowohl ideell als auch finanziell. Dies zuletzt mit der Finanzierung einer anthropologischen Untersuchung (u.a. DNA-Analysen an mehreren menschlichen Skeletten). Nach Abschluss der Ausgrabungsarbeiten wurden bisher die Grabungen wieder abgedeckt und verfüllt.

Der Verein für Heimatgeschichte Leun setzt sich im Einklang mit dem Marburger Institut (Professor Teichner) und der Stadt Leun dafür ein, dass der engere Ausgrabungsbereich (Kirchengrundriss) auf Dauer offengehalten wird. Es soll hier ein „Fenster in die Geschichte“ entstehen, öffentlich zugänglich, mit Schautafeln zur Information über den geschichtlichen Hintergrund und zur Dokumentation der Ausgrabungen. Zu diesem Zweck hat sich ein „Arbeitskreis Martinskirche“ unter dem Dach des Vereins gegründet.

Projektbeschreibung: Die Leuner Martinskirche – Unterstützung des Ausgrabungsprojekts und Erhaltung eines „Fensters in die Geschichte“

Die aktuellen Ausgrabungen im Bereich der Leuner Martinskirche, bereits urkundlich im 8. Jahrhundert erwähnt, haben überraschende Ergebnisse und höchst interessante Funde erbracht. Die noch vorsichtig und zurückhaltend gemachten Aussagen des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Uni Marburg lassen den Schluss zu, dass es sich um eine der ersten, vielleicht um die erste christliche Kirche im mittleren Lahngebiet handelt, erbaut zu einer Zeit, in der der christliche Glaube in diesem Gebiet erst nach und nach Fuß fassen konnte.

Soweit diese Annahme zutrifft, kann geschlossen werden, dass es sich nicht nur um eine einfache Dorfkirche der Ortschaft „Mitte“ gehandelt haben kann, sondern um ein bedeutenderes religiöses Zentrum, vielleicht den Sitz eines Missionars oder sonstigen christlichen Würdenträgers. Nur so ließe sich auch die ungewöhnliche Grundrissform der Kirche (Vier-, bzw. Dreikonchenanlage) schlüssig erklären. Die jüngst gemachten Grabungsfunde erhellen nun die Geschichte dieses Ortes von seiner Entstehung im 8. bis zu seiner Zerstörung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts (Glockenfund und Wetzlarer Urkunde von 1350).

Die Ausgrabung der Fundamente der Leuner Martinskirche sowie die hier gemachten weiteren Funde sind für die Leuner Ortsgeschichte von zentraler Bedeutung, dass es nicht nur wünschenswert sondern beinahe zwingend ist, die Fundamente sichtbar zu erhalten, auf Dauer zu sichern und am Ort zu dokumentieren. Eine solches anschauliches “Fenster in die Geschichte”, zugänglich für jedermann, wäre für die Stadt Leun von unschätzbarem Wert, sowie ein historischer Markstein mit regionaler und touristischer Bedeutung, ähnlich den Ausgrabungsstätten Römerstadt bei Waldgirmes oder Theutbirg-Basilika bei Nauborn.

Konkret vorgeschlagene Maßnahmen:

  1. Grundstücksankauf: ca. 1.500 qm landwirtschaftliche Fläche, inkl. Vermessung
  2. Anlage eines Fußwegs von der Brückenstraße zur Ausgrabungsstelle, ca. 50 m
  3. Infotafeln, 2 am Ausgrabungsort und je 1 am Lahn-Radweg Brückenstraße sowie am Lahnbahnhof. Hier: Text und Layout, Druck, Beschaffung und Aufstellung
  4. Aufmauern der Fundamente zur Dokumentation und zum Schutz der originalen Substanz, ca. 104 m, ca. 0,5 m hoch.
  5. Einzäunung: des Areals, ca. 140 m
  6. Notwendige Erdarbeiten (Verfüllen, Geländemodellierung, Abfuhr und Deponie)
  7. Anlage eines Rundweges in wassergebundener Decke, ca. 120 m
  8. Schotter-Deckschicht in farbigem Schotter zur Darstellung der Bauabschnitte
  9. Herstellen der umgebenden Flächen als Rasenflächen (Einsaat, Fertigstellungspflege)
  10. Nebenkosten (Planung, Bauleitung, Dokumentation)

Kostenkalkulation (vorl. Kostenprognose ohne Planungsgrundlage)
zu 1. 1.500 qm x 2,40 = 3.600 Euro
zu 2. 240 qm x 60,00 = 14.400 €uro
zu 3. 4 St. x 1.250,00 = 5.000,00
zu 4. 104,0 m x 125,00 = 13.000 Euro
zu 5. 140 m x 50,00 = 7.000 Euro
zu 6. geschätzt 4.000 Euro
zu 7. 120 m x 60,00 = 7.200 Euro
zu 8. 130 qm x 40,00 = 5.200 Euro
zu 9. 1.020 qm x 10,00 = 10.200 Euro
zu 10. 66.000 x 15% = 9.900 Euro


Geschätzte Gesamtkosten: 79.500 Euro

Aufgestellt von: Dipl.-Ing. Karl-Günter Süß